Objektiv



Urlaubsperspektiven - Ideen für die Kamera


Mit dem Wort "Urlaubsfotos" verbinden die meisten Bilder wie: Kinder am Strand, Vater und Mutter im Wanderoutfit oder die Freundin am Markusplatz in Venedig, natürlich umringt von Tauben...Damit Sie nicht mit alltäglichen Fotos nach Hause kommen, hier ein paar Tipps für die Motivsuche.

Beginnen wir gleich mit einem der Lieblingsthemen, den Sonnenauf- und untergang, am besten am Strand. Hier ist generell zu sagen, dass das Licht am Morgen wesentlich mehr Stimmung bringt, als die Abendsonne - also Frühaufsteher sind eindeutig im Vorteil und haben auch die Ruhe "vor dem Sturm" auf ihrer Seite. Wichtig ist, erst einmal die ganze Situation auf sich wirken zu lassen. Stellen Sie sich einfach auf einen leicht erhöhten Punkt, atmen Sie tief durch und versuchen Sie "zu sehen". Damit meine ich, nur innerlich ruhig sieht man richtig - mit dem Versuch, schnell noch die halb aufgehende Sonne und die gerade auffliegende Möwe mit der Linse zu erhaschen, bekommen Sie kaum ein gutes Ergebnis.

Dafür werden Sie mit der nötigen Ruhe den kleinen Vogel entdecken, der mit seinem blauen Gefieder einen herrlichen Kontrast zum rötlichen Sand und der bereits gelb färbenden Sonne ergibt...Versuchen Sie diese Situation als "Foto" zu sehen, das heißt bilden Sie gedanklich einen Rahmen herum - so bekommen Sie einen Blick für den richtigen Ausschnitt. Und vergessen Sie nicht den Vordergrund - eine Blüte oder die Blätter einer Palme leicht mit eingefangen machen das Foto lebendig und interessant.

Fotografieren Sie auch gegen das Licht, die meisten Kameras haben heute eine automatische Gegenlicht-Einstellung dafür. Den Blitz sollte man hier weglassen, er sorgt zwar für mehr Schärfe, die Lichtstimmung wird aber natürlich verfälscht.

Wollen Sie Ihr Urlaubsland in seiner typischen Eigenart im Fotoapparat nach Hause mitbringen, gehen Sie ebenso vor:

Lassen Sie jede Situation einfach ruhig auf sich einwirken, und wenn es der Trubel im vollen Bazar ist - Sie werden bald den schrulligen, tabak-kauenden Bazarverkäufer entdecken, dessen braungebranntes Gesicht unter einem strohgelben Hut kombiniert mit den bunten Kleidern und Keramikartikeln an seinem Verkaufsstand auf Foto gebannt mehr ausdrückt als das Panoramafoto der gesamten Einkaufsstrasse. Um Ihr Hauptmotiv auch richtig zu platzieren, folgen Sie der alten Regel "1:2" - das heisst im Klartext, es sollte nicht in der Mitte des Fotos sein, sondern etwas versetzt.

Gerade spezifische Alltagssituationen ganz zufällig eingefangen drücken am besten Land und Menschen aus. Natürlich brauchen Sie die Sehenswürdigkeiten nicht außer Acht zu lassen - aber auch hier gilt, mit z.B. der schlummernden Katze am Fuße des Turms von Pisa bekommt derselbe sogleich etwas Leben eingehaucht - auch auf dem Foto. Wichtig ist, dass Sie sich selbst keinen Druck machen in dem Sinne "jetzt unbedingt etwas finden zu müssen" - damit ist die Ruhe dahin. Wenn Sie nur etwas warten und es auf sich zukommen lassen, werden Ihnen die interessanten Dinge beinahe ins Auge "springen", warten Sie es ab...

Im fotografischen Sinne richtig zu "sehen" kann man durchaus lernen - und wann wäre die Gelegenheit besser als im Urlaub? Dies trägt außerdem noch enorm zum Erholungswert bei - versuchen Sie es einmal!



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