Objektiv



Mit Langzeitbelichtung einzigartige Bilder schießen


In den letzten Jahren wurde die Langzeitbelichtung zu einem beliebten Werkzeug der Fotografie. In zahlreichen Magazinen rund zum Thema Fotografie und auf Photo-Sharing-Seiten wie Flickr wurde dieses Thema aufgegriffen. Durch die neuesten Technologien und Erweiterung auf dem Fotozubehörmarkt ist heute in dem Bereich Langzeitbelichtung fast alles möglich.

Begriffsklärung: Langzeitbelichtung

Das erste, was man wissen sollte, ist, was der Begriff Langzeitbelichtung überhaupt bedeutet. Von dieser Art der Fotografie spricht man, wenn die Belichtungszeit über einen längeren Zeitraum andauert. Dabei gilt ein Bild bereits schon ab wenigen Sekunden als Langzeitbelichtung und kann bis zu mehreren Stunden andauern. Aus technischer Sicht wird diese Form von Fotografie verwendet, um auch bei geringer Lichtquelle gute Ergebnisse zu erzielen. Mittlerweile wird die Langzeitfotografie allerdings bevorzugt für künstlerische bzw. kreative Zwecke verwendet.

Die richtige Technik für perfekte Fotos

Vor allem bei Nacht funktioniert Langzeitbelichtung besonders gut. Wenn man ein Motiv wählt, welches in Bewegung ist, wie zum Beispiel Wasser oder Licht, zeigt sich der Effekt besonders gut. Fotografiert man zum Beispiel am Abend einen Strand mit dieser Methode, erscheint das Wasser nebelhaft und mystisch. Je nachdem, wie stark man den Effekt betonen möchte, muss man eine andere Belichtungszeit wählen.

Je länger belichtet wird, desto mehr Licht kann die Kamera aufnehmen. Das heißt, je länger die Belichtungszeit ist, desto heller wird das Bild. Bei Nachtfotografie ist das kein Problem, sondern von Vorteil. Wie sieht dies allerdings bei Tag aus? Möchte man einen sommerlichen Strand mit Sonnenschein fotografieren gestaltet sich die Langzeitbelichtung eher schwierig.

Der ND-Filter als nützliches Hilfsmittel

Durch neueste Technologien ist es allerdings ebenfalls möglich, bei helllichtem Tag die Langzeitbelichtung anzuwenden. Alles was man dazu braucht sind so genannte ND-Filter. ND steht für "Neutral Density". Diese Art von Filter funktioniert im Prinzip wie eine Sonnenbrille. Es handelt sich um dunkle Filter, welche das Licht - je nach Stärke des Filters - absorbieren sollen.

ND-Filter werden in der Einheit "Stop" verkauft. Jede dieser Stop-Einheiten reduziert die Lichtmenge, welche in die Kamera eindringen kann. Standardmäßig werden die Varianten ND2, ND4 und ND8 verkauft. Je heller der Lichteinfluss, desto höher sollte man den Filter wählen. Verwendet man die Filter richtig, erzielt man mit ihnen trotz großer Lichtintensität eine Bewegungsunschärfe.

Hilfreiche Tipps und Tricks

Um diesen Effekt zu erzielen ist die Verwendung eines Stativs unvermeidbar. Wenn man eine lange Belichtungszeit, zum Beispiel 10 Minuten, auswählt, muss die Kamera über die gesamte Zeit hinweg komplett still stehen. Dies erreicht man nur mit einem Stativ. Des Weiteren ist es zu empfehlen, mit einer kleinen Fernbedienung zu arbeiten, denn bereits das Betätigen des Auslösers kann zu Unschärfe auf dem Bild führen. Dadurch dass die ND-Filter äußerst dunkel sind, ist es zu empfehlen, die Kamera auf manuellen Fokus einzustellen. Vor dem Anbringen des Filters sollte man bereits perfekt fokussiert haben, damit die Kamera nach dem Auslösen nicht von selbst anfängt automatisch zu fokussieren. Ein weiteres Problem stellt der Viewfinder da. Das kleine Licht neben dem Objektiv dient dazu, auch bei dunklen Verhältnissen das Motiv zu erkennen, ist bei der Langzeitbelichtung allerdings eher unvorteilhaft und kann falsche Effekte auf dem Bild erzeugen.

Dieser Gastartikel wurde verfasst von Tom Schäfer, Betreiber der Objektiv-Vergleichsseite http://objektivtest.net/.



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