Objektiv



Die Größe im Kleinen - Makrofotografie


Eine sehr reizvolle und interessante Art der Fotografie ist das Ablichten kleiner Dinge in Nahaufnahme. Was man mit freiem Auge beinahe nicht sieht, kann in der Makrofotografie zu einem stimmungsvollen und berührenden Foto werden.

Denken Sie z.B an ein Spinnennetz im Morgentau - in Großaufnahme wird daraus ein Kristallpalast und vielleicht sitzt auch noch die Bauherrin darin mit ihren pelzigen Beinchen. Was aber muss man beachten, um ein gutes Makrofoto zu bekommen?

Je kleiner das Motiv ist, desto besser sollte Ihre Makroausrüstung sein. Mit einer normalen Kompaktkamera kann man aber schon sehr gute Fotos von Objekten bis zu einer "Kleinheit" von ca.12 cm machen. Eine gute Übung ist es, an unbeweglichen Motiven wie Knöpfen oder Streichhölzern auszuprobieren, welche Einstellung am besten passt. Dann hat man sie schnell parat, wenn es ernst wird.

Wenn Sie ein Einzelmotiv fotografieren, ist ein großer Blendenwert (kleine Blendenöffnung) nützlich. Das bringt mehr Schärfe in der Tiefe. Wegen der Verwackelungsgefahr (längere Belichtung) sollten Sie hierfür auch ein Stativ benutzen.

Der Autofokus sollte ausgeschaltet bleiben, meist braucht er ohnehin zu lange zum Scharfstellen, manuell geht es präziser und schneller - einfach indem Sie selbst die Entfernung zum Motiv verändern. Der Hintergrund sollte ruhig oder einfarbig sein, notfalls mit dem Blitz überhaupt schwarz machen. Oder mit größerer Tiefenschärfe (große Blendenöffnung) den Hintergrund unscharf abbilden.

Sie sollten sich immer auf die Ebene des Objektes begeben, bei Ameisen also im Liegen fotografieren. Das Ergebnis entschädigt für die Mühe. Man sollte immer verschiedene Blickwinkel ausprobieren, oft genügt eine kleine Veränderung der Aufnahmerichtung und das Foto wird noch schöner und interessanter.

Da Ihr Motiv ja winzig ist, ist es auch sehr durch Umwelteinflüsse wie Wind manipulierbar. Hier ist ein Windschutz in Form von Regenschirm oder aufgestellter Aktentasche nützlich.

Wer richtig "zur Sache" kommen will und z.B. den Kopf einer Biene fotografiert, kommt jedoch ohne besseres Equipment, zumindest eine Spiegelreflexkamera, nicht aus. Man tut sich mit einem guten Tele auch insofern leichter, als man auch von etwas weiter weg Großaufnahmen machen kann (bei flinken Insekten sicher ein plus).

Aber nicht nur Einzelmotive sind lohnende Makroobjekte, auch Aufnahmen von Details, die man mit freiem Auge gar nicht sehen kann, können zu tollen Fotos führen. Die Musterung eines Ahornblattes oder kleine Tannennadeln am dunklen Waldboden können zu einem märchenhaften, unwirklichen Bild werden. Die Möglichkeiten für den Fotografen sind beinahe unbegrenzt.

Wem das alles noch nicht genügt, für den gibt es auch noch die Mikrofotografie. Fotos von mikroskopisch vergrößerten Elementen. Ein Sandkorn wird zur Mondlandschaft, der Regentropfen zum Ozean. Zu erraten, um was es sich beim eigentlichen Motiv handelt, ist beinahe unmöglich. Für solche Fotos bedarf es natürlich einer Spezialausrüstung.



Weitere Tips...

Geheimnisse Besserer Fotos

gute Diaabende Makrofotografie knipsen lernen
bessere Urlaubsbilder maximale Auflösung 1000 Kamera-Optionen
besser / anders Fotografieren Blitz richtig nutzen Licht im Dunkel
Mensch im Bild Unterwasser Tierfotografie