Objektiv



Das etwas andere Foto - wie man sich von der Masse abhebt


Für den engagierten Hobbyfotografen ist es natürlich ein Ziel, dass sein Foto schöner oder interessanter ist als das eines Amateurs. Was macht jetzt aber so ein "besseres" Foto aus?
Wichtig ist, nicht nur einfach ablichten, sondern sich mit dem Motiv auseinanderzusetzen. Schauen Sie sich mehrere Blickwinkel an, nicht nur den offensichtlichsten. Nehmen Sie auch mal nur kleine Ausschnitte des Ganzen ins Visier. Nicht immer ist es spannend, das ganze Auto zu fotografieren. Jeder weiß wie ein Auto aussieht. Nehmen Sie z.B. nur einen Reifen oder den angeknacksten Spiegel in Nahaufnahme.
Weitere Anregungen...

1. Die Motivwahl

Südafrika, Kap der guten Hoffnung: Hunderte Touristen nehmen vor dem Schild "Cape of Good Hope" Aufstellung, es wird geknipst was das Zeug hält. Sie jedoch gehen ein Stück weiter zu einer Klippe, hinter der die Wellen hochpeitschen, nehmen das Schild nur am Rande ins Bild und schon haben sie ein "anderes" Foto.
Sie entdecken eine schöne weiße Blume und zücken Ihren Apparat - warten Sie einige Augenblicke, vielleicht setzt sich ein Marienkäfer darauf, oder gehen wechseln Sie die Richtung um eventuell Schattenspiele mit aufs Bild zu bannen. Sie können auch mit Schärfe und Nähe experimentieren. Von unten nach oben fotografiert könnte auch reizvoll sein - wenn auch etwas anstrengend. Wobei wir schon bei der zweiten Möglichkeit sind:

2. Die Perspektive

Ein alter, sehr großer Baum: Gehen Sie ganz nah heran und fotografieren Sie von unten nach oben in den blauen Himmel. So kommt die Mächtigkeit und Stimmung viel besser aufs Bild als bei einem Frontalfoto.
Berlin, Checkpoint Charlie: Vom Balkon im ersten Stock eines Imbiss oder Cafes herunter fotografiert nimmt man die Menschenmassen und die ganze Atmosphäre besser mit.

3. Kreativität in der Idee

Sie wollen eine Sehenswürdigkeit fotografieren und hätten gerne Ihren Freund/Ihre Freundin mit auf dem Bild. Lassen Sie ihn knapp vor der Kamera einfach ins Bild gucken - wirkt lustig und nicht so abgedroschen wie die üblichen Fotos dieser Art.
Regenwetter, Schlammschlacht auf dem Rennplatz. Einige Zuschauer lehnen sich über den Zaun - von hinten fotografiert sieht man die Schlammspritzer auf ihren Schuhen und Beinen - so ein Foto erzeugt beim Betrachter das richtige "Sauwettergefühl".
Fotoserie: Sie suchen sich ein Thema und fotografieren nur solche Motive - z.B. alle schönen Eingangstüren in einer Altstadt-Straße oder alle Katzen in einem Urlaubsort. Daraus lässt sich eine sehr schöne Collage machen, die einen besonderen Eindruck hinterlässt.
Zwingen Sie sich nicht, eine besonders tolle Idee zu finden. Kreativität heißt in erster Linie etwas anders zu machen. Auf ungewohnte Weise. Schon das ist oft besser als bisher.

4. Emotionen wecken

Dies kann durch alle vorhergehenden Möglichkeiten erzielt werden, je nachdem wie man sie einsetzt.
Der schlafende alte Mann am Kai als Motiv und vor dem Hintergrund freigestellt, eventuell seine Plastiktüte am Boden mit ins Bild genommen. Das erzeugt Gefühle. Ein kleines Kleeblatt, das sich durch den Asphalt gekämpft hat - gut ins Bild gebracht sagt es viel aus.
Es kommt also bei einem guten, besonderen Foto in erster Linie darauf an, ob es beim Betrachter Emotionen weckt, ihn berührt. Und wenn Sie es selbst betrachten, dass es das gleiche Gefühl bei Ihnen weckt, das Sie beim Fotografieren hatten - denn deshalb haben Sie es ja ausgewählt.



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