Objektiv







Die Nikon D7000 - mehr Sein als Schein


Canon EOS 60D front Bernie Klein, schwarz, stark. Damit ist in diesem Falle aber keine gute Tasse Espresso beim Italiener gemeint. So könnte die Beschreibung der D7000 aussehen, ohne großartig mehr erwähnen zu müssen. Die kleine (13,2 cm x 10,5 cm x 7,7 cm) und 689 Gramm leichte D7000 ist mit den neuesten Technologien ausgestattet. Diese Nikon ist keine Kamera, für Leute, die mit großen, schweren und klobigen Modellen die Aufmerksamkeit auf sich ziehen wollen. Sondern eine Kamera für Menschen, die einen preiswerten und guten Einstieg in die Welt der Spiegelreflex-Fotografie suchen und sich nicht mit veralteter Technologie und Kompromissen in Sachen Qualität, Bedienung und Komfort zufriedengeben wollen. Die Kamera übertrifft mit ihren Möglichkeiten qualitativ hochwertige Fotos zu schießen weit teurere Modelle, wie der Nikon D7000 Test zeigen wird. Nicht von ungefähr kommen die mittlerweile über 70 positiven Rezensionen  bei Amazon - 4,6 von 5 Sternen im Druchschnitt!

Technik vom Allerfeinsten

Nikon hat sich entschlossen, auf veraltete Technologien zu verzichten und legt mit der D7000 einen kleinen Quantensprung, bei den 1000 Euro Kameras in Sachen Technologie hin. Ein neuer CMOS-Sensor mit effektiven 16,2 Megapixeln im DX Format. Die Bildverarbeitungs-Engine Expeed 2, TTL-Phasenerkennung, hohe ISO-Empfindlichkeit von ISO 100 bis ISO 6400 (per manuelle einstellbaren Boost bis ISO 25600) für Fotos in höchster Qualität, selbst bei nicht optimalen Lichtverhältnissen, sind nur einige der Vorzüge, die der D7000 Test aufgezeigt hat. Mit dieser Technik, die diese Kamera mit sich bringt, sind rauscharme Fotos, ohne Blitzlicht auch von sich schnell bewegenden Motiven, ohne Weiteres möglich. Der "Quiet-Modus" sorgt dafür, dass das Auslösegeräusch gesenkt wird.

Ich habe einen Video-Testbericht der D7000 gefunden:




D7000 - eine Kamera für Kenner

Canon EOS 60D front Bernie Wer die D7000 das erste Mal in der Hand hält, wird überrascht sein, von der Qualität und der Verarbeitung, die diese SLR-Digitalkamera aufweist. Ein robustes, stabiles und überaus gut aussehendes Gehäuse, welches gegen Staub und Feuchtigkeit abgesichert ist. Wichtige Teile wurden aus einer Magnesiumlegierung hergestellt, was für die Qualität dieses Modelles spricht. Ein 3-Zoll-Bildschirm, hochauflösend (ca. 921.000 Bildpunkte). Einfache und gut durchdachte Bedienelemente, die ein Nikon-Einsteiger schnell beherrscht und ein Nikon-Profi zu schätzen weiß. Eine Taste zum schnellen Umschalten des AF (Autofokus). Zwei Slots für SD-Karten, die Sorge für genügend Speicher tragen, um RAW und JPEG getrennt zu sichern oder ein Backup zu erstellen.

Beispielbilder geschossen mit der D7000

Zum Vergrößern auf das jeweilige Bild clicken.

Beispielbild 1
Cary and Kacey Jordan
Beispielbild 2
aki.sato
Beispielbild 3
Cary and Kacey Jordan
Beispielbild 5
Gary Halvorson, Oregon State Archives
Beispielbild 6
Gary Halvorson, Oregon State Archives
Beispielbild 4
Gary Halvorson, Oregon State Archives

Alle Bilder wurden mit der D7000 gemacht, sind aus der Wikimedia Bibliothek und stehen unter der Creative Commons Lizenz.
Diese Fotografen haben ein gutes Händchen. Aber nicht nur eine Top-Kamera zählt beim Fotos knipsen: Bilder machen will gelernt sein.

Fotografieren wie ein Profi

Die D7000 zeigte beim Fotografieren im Test keine Schwächen auf, bis auf das etwas langsame Scharfstellen im Live-View-Modus (1,97 Sekunden). Der CMOS-Sensor in der D7000 bietet eine rauscharme Auflösung trotz der 16,2 Megapixel. Ein Visual-Noise-Wert (0,77 bei ISO 100), der viele der oftmals teureren Modelle in den Schatten stellt. Wer in diesem Bereich etwas Besseres sucht, muss auf 18 Megapixel (mit mehr Bildrauschen) umsteigen. 0,07 Sekunden Auslösezeit und sechs Bilder pro Sekunde bei Serienaufnahmen, sprechen für sich. Hohe Detailtreue, auch bei Motiven mit schwachem Kontrast.

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Diese Spiegelreflex ist kein Camcorder

Wer einen Camcorder will, sollte sich einen Camcorder kaufen und keine DSLR-Kamera. Die D7000 im Test zeigte eine solide und durchaus brauchbare Leistung beim Aufzeichnen von Videos. Full-HD-Videos, mit einer guten Auflösung und Vollbild-Anzeige. Videos können direkt mit der Nikon bearbeitet werden, ohne sie an einem PC anschließen zu müssen. Absoluter Pluspunkt beim Video-Aufzeichnen ist die Extrem-Weitwinkel-Einstellung, die selbst die meisten Camcorder nicht besitzen, welches für eine Kamera aber mehr eine Spielerei (die aber Spaß macht) ist. Wer also einen Ausflug macht oder in den Urlaub fährt und seinen Camcorder vergessen hat, ist mit der Nikon gut versorgt, wie aber mit allen anderen Kameras in dieser Preisklasse ebenso.

Beste Qualität, fairer Preis

Canon EOS 60D front Bernie Der Test der Nikon D7000 zeigte es auf. Dieses ist eine Kamera, die den Preisunterschied zwischen der Unterklasse und der Mittelklasse bei den DSLR-Kameras wirklich wert ist. Einfache Bedienung, und neuste Technologie, sorgen für ein Fotografie-Vergnügen, welches den leicht erhöhten Preis der D7000 im Gegensatz zu anderen Kameras der Mittelklasse ausgleicht.

Übrigens, Canon schickt gegen diese Nikon die EOS 60D (siehe Test) ins Rennen und spielt dabei in der gleichen Preis- und Gewichtsklasse mit.
Eine Spiegelreflex, die nicht nur für Familienfotos gedacht ist, sollte mit einem guten Objektiv ausgestattet werden. Wer über ein älteres Objektiv verfügt, kann testen, ob es mit der hohen Auflösung der Kamera mithalten kann oder ob ein neues benötigt wird. Bildqualität hängt fast gleichermaßen vom sehr vom Objektiv wie von der Kamera selbst ab. Ein leider sehr teurer Ersatz-Akku ist mitnichten von Nöten, da der beigefügte Akku stark genug ist für ca. 2200 Fotos. Der langsame Autofokus im Live-View störte etwas, doch darauf kann ohne Weiteres verzichtet werden. Wichtiger ist eigentlich die gute Verarbeitung und Qualität der Materialien der Kamera und die Möglichkeit gute Fotos in einer sehr hohen Qualität zu machen, wozu diese Kamera auch gedacht ist. Der Test zeigte kleine Mängel beim Filmen von Videos, aber wie schon erwähnt, dafür sollte besser ein guter Camcorder angeschafft werden. Zusätzlich ist der Bildschirm der Kamera nicht schwenkbar. Durch das 170-Grad-Display aber auch nicht wirklich nötig, da das Bild auf dem Display aus allen Positionen zu erkennen ist. Trotz dieser fast nicht erwähnenswerten Mängel ist die D7000 tatsächlich eine Kamera, die in ihrer Preisklasse ihresgleichen sucht. Es gibt selbstverständlich DSLR-Kameras, die mit den Funktionen und Möglichkeiten der D7000 mithalten können, die sind in der Regel aber um einiges teurer. Wer keinen Wert auf den schwenkbaren Bildschirm legt, sondern mehr auf qualitativ hochwertige und rauscharme Fotos, der sollte sich die Nikon einmal näher ansehen.

Objektive für die D7000

Canon EOS 60D front Bernie Eine sehr gute Kamera ist nur die halbe Miete. Wer an das Gehäuse (Nikon Body, s. Bild) ein mittelmäßiges Objektiv schraubt, wird nicht das ganze Potential der Kamera ausreizen. Auch ist es dann überflüssig, mit der vollen Auflösung (hier 16 Megapixel) zu fotografieren. Die Pixel kommen einfach nicht ungeschadet auf den Bildsensor. Wichtig ist es vor allem, das Objektiv nach seinen Bedürfnissen auszuwählen. Der Hobbyfotograf ist gut bedient mit einem Zoomobjektiv, weil das die größte Flexibilität bietet und man so für alle Situationen gewappnet ist. Sehr gute Objektive sind hier das Reise-Zoom Nikon AF-S DX Nikkor 16-85mm für ca 650€ und das Telezoom Nikon AF-S DX Zoom-Nikkor 55-200mm für schlappe 170€. Beide von Nikons Hausmarke Nikkor und mit internem Bildstabilisator (VR), was bei Schnappschüssen im Telebereich unverzichtbar ist.
Wer noch mehr Flexibilität im Zoombereich braucht, dem sei das Nikon AF-S DX Nikkor 18-200mm angeraten. Zwar ist es mit etwa 650€ deutlich teurer als das 55-200mm, bietet aber einen ordentlichen Makrobereich mit bis 18mm Brennweite und einen Bildstabilisator der nächsten Generation (VR II).

Der Profi weiß, daß er beim Zoomobjektiv mit riesen Brennweitenabdeckung, also von extrem Tele bis extrem Weitwinkel, Abstriche in der Qualität macht, erst recht im Randbereich. Zu bekannten Abbildungsfehlern zählen die Bildverzeichnung. Wenn also die Säulen im Dom nicht mehr parallel verlaufen, sondern ausgebeult sind. Im Extremfall ist das ein Fischaugeneffekt, der auch gewollt sein kann. Unschön ist auch eine Vignettierung (Randabschattung), wenn das Objektiv also nicht die volle Bildbreite durchlässt und das Bild zum Rand hin dunkler wird. Ein großer Pluspunkt der D7000 ist hier die Auto-Verzeichniskorrektur, die die Bildverzeichnung digital ausbügelt. Das funktioniert aber nur mit kompatiblen Objektiven. Ich bin nicht sicher, ob hier nur die Nikkor-Linsen dazu taugen?? Gegen Vignettierung hilft im Telebereich die Blende etwas zuzumachen.

Wer höchste Bildqualität im gesamten Brennweitenspektrum will, der kommt nicht umhin, sich mehrere Objektive zuzulegen, die im jeweiligen Bereich Topqualität liefern. Richtige Profis verzichten auf Zoom und nehmen gleich eine Linse mit Festbrennweite. Die benötigen aber auch 2 Stunden, um einen Schmetterling zu fotografieren, müssen also das Objektiv nicht so oft wechseln. Ist mir auch schon passiert ;-)

Ein weiteres wichtiges Kriterium ist die Lichtstärke des Objektives. Mit hoher Lichtstärke lassen sich Partybilder (bewegte Personen in dämmrigen Räumen) und Zugvögel im Abendschein ohne Sorgen um Verwacklung und ISO-Rauschen fotografieren. Aber auch bei normalhellen Motiven gilt, je mehr Licht einfällt, desto mehr kann die Kamera damit auch anfangen. Lichtstarke Objektive haben zudem einen flotteren Autofokus, weil dieser die Kanten im Bild besser erkennt. So löst die Nikon damit praktisch ohne Zeitverzögerung aus, einschließlich automatischer Fokussierung! Sonst braucht sie etwas mehr als eine halbe Sekunde.
Hierbei ist die kleinste maximale Blendenöffnung zu beachten. Typisch und schon ganz gut ist ein Wert von 3,5. Als sehr lichtstark gelobt wird das Sigma 17-70mm F2,8-4,0 was mit der kleinsten maximalen Blende von 2,8 sehr viel Licht durchläßt, dafür keinen ganz so großen Brennweitenbereich abdeckt.

Zu guter Letzt seien natürlich noch die Weitwinkel und Ultraweitwinkel-Objektive angesprochen. Wer Panoramaaufnahmen machen will, oder beim Sightseeing den ganzen Dom aufs Bild bekommen möchte und doch nicht 200m zurückgehen kann, der sollte noch unter die Brennweite eines typischen Zoomobjektivs gehen. Weitwinkellinsen sind, wie gesagt, auch besser auf ihren Extrembereich zugeschnitten und haben weniger Probleme mit Verzeichnung (Verzerrung) als Zoomlinsen. Hier gibt es zwei Empfehlungen: Wieder die Hausmarke von Nikon AF-S DX Nikkor 10-24mm 1:3,5-4,5G. Mit guten 800€ vielleicht nicht gleich was für den Einsteiger. Und das günstigere Sigma 10-20mm F4,0-5,6 mit etwas geringerem Zoomumfang aber dafür einem Preis von nur ca. 430€. Dies Linse ist sehr beliebt unter Hobbyfotografen und hat Topbewertungen.

Die Einsteiger in Sachen digitaler Spiegelreflex sind nun sicherlich überfordert. Denen rate ich eher zu einem Nikon Kit auch Set genannt. Also sich gleich eine Kombination aus Kameragehäuse (Body) und Objektiv zuzulegen.

Nikon D7000 Kit

Ein D7000 Set oder Kit erlaubt es, Objektiv und Kamera (Body) günstig in einem zu erwerben. Dabei werden meist Reise-Zoomobjektive mit Brennweitenbereich geliefert, die genug Flexibilität für die meisten Gelegenheiten bieten. So kann man auch erstmal herausfinden, ob man eher der Panorama- oder der Libellentyp ist, und sich später ein weiteres Makro oder Tele der Topklasse zulegen.

Canon EOS 60D front Bernie Die Frage ist, soll es das D7000 Kit 16-85mm, oder 18-200mm oder 18-105m sein? Alle drei bieten Autofokus (AF) mit Ultraschallmotor, der schnell und leise fokussiert (AF-S heißt "auto focus silent"). Alle drei haben auch einen sehr zuverlässigen Verwackelungsschutz (VR - vibration reduction, bei Canon heißt das "Image Stabilizer System"), was die Bewegung des Spiegels und des Fotografen kompensiert. Das ist gut, wenn man grad erst aufgestanden ist und seinen gewohnten Alkoholpegel noch nicht erreicht hat, aber trotzdem den Sonnenaufgang knipsen will. Das D7000 Kit 18-200 mit seinem sehr großen Telebereich hat sogar Verwackelungsschutz der zweiten Generation (VR-II), der noch zuverlässiger arbeitet. Dadurch ist angeblich eine Belichtungszeit von 1/20 Sekunde möglich! Wer da in den 200mm Bereich zoomt und ohne Stativ und ohne Blitz arbeiten will/kann, der wird seine wahre Freude daran haben! Ich würde aber nicht unter 1/50 Sekunde gehen. Und dann beim Fotografieren lieber gegen eine Wand oder Laterne lehnen, um Verwacklung zu vermeiden.

Bei der Wahl des Nikon Kits, sollte man sich vor allem zwei Fragen stellen:
1. Welche Zoom-Flexibilität benötige ich?
2. Und wie viel Geld bin ich bereit auszugeben?

All diese "new Kits on the block" haben das 39-Punke AF-System. Damit lassen sich Kunden locken, sind es ja dreimal so viele Messpunkte wie noch beim D7000-Vorgänger. Um aber nicht verrückt zu werden, weil die Punkte sich selten einigen, was sie scharf stellen wollen, sollte man eher Single-AF wählen und damit genauer aufs Objekt zielen. Alle Kit-Varianten zeigen ein wenig Verzeichnung im Weitwinkelbereich, die aber durch die digitale Verzeichnungskorrektur der Nikon fast komplett ausgeglichen wird. Bei großer Brennweite und ganz offener Blende kommt vor allem bei der D7000 Kit 18-200mm-Variante leichte Vignettierung (Randabschattung) dazu. Das ist zugegebenermaßen ein Extremtest den wohl so schnell kein Objektiv mit so einem großen Brennweitenbereich überstehen wird. Da hilft ein Bißchen abblenden.