Christian
Fischer
Mein mir Vorauseilender und allgemein, in unserer Redaktion bekannte
Ruf, als Amateurfotograf mit Profi Allüren, der alles und jeden auf
Firmen- oder Privatveranstaltungen knippst, bescherte mir wieder
einen Spiegelreflex-Kameratest. "Die habe ich schon einmal getestet",
war meine erste Aussage, als mein Chefredakteur mir die Canon auf den
Schreibtisch stellte. Doch das war ein Irrtum. Den die 550D sieht dem
von mir unlängst getesteten Modell der kleineren Version Canon 500D
zum Verwechseln ähnlich. Bis auf einen kaum sichtbaren
Größenunterschied und einem höheren Gewicht von 5 Gramm unterscheidet
sich die Canon (525 Gramm) äußerlich, so gut wie überhaupt nicht von
ihrem Schwestermodell. Doch wie so oft im Leben, die wahren Werte
liegen innen. So auch bei der Canon 550D . Zuerst
werde ich in diesem Canon Testbericht die wichtigsten Eigenschaften, für die
Technik Freaks unter uns auflisten.
Das hochauflösende 7,7cm (3 Zoll) Display der EOS 550D mit 1.040.000
Sub-Pixeln verfügt nun über eine Quick-Control-Anzeige, über die alle
aktuellen Einstellungen bequem angezeigt werden können. Selbstredend
ist der Bildschirm Wasserabweisend und Reflextionsarm. Der
Bildsensor, im APS-C-Format stellt alle Auflösungen in der Klasse der
Digitale Spiegelreflex-Kameras unter 1000 Euro in den Schatten und
kann 18 Millionen Pixel auflösen. Dem erwartete Bildrauschen begegnet
die EOS 550D mit dem auf dem Sensor eng aneinanderlegenden
Mikrolinsen.
Foto: NJM2010
Viele Eigenschaften, der Canon wurden vom größeren und weitaus
teureren Modell Canon EOS7D übernommen. So verfügt die Canon 550D
über dasselbe Belichtungssystem, dem iFCL (Intelligent Focus Colour
Luminance). Hier werden aus 63 Bildbereichen die notwendigen
Informationen für die Steuerung der Belichtung und des Weiß
Abgleiches bezogen. Im Test fällt auf, daß das Rauschverhalten der Canon EOS 550D
bei ISO 1.600 erster Klasse einzustufen ist. So wurde die
Lichtempfindlichkeit der Canon auf ISO 6400 erhöht und im
High-ISO-Mode sind ist sogar ISO 12.800 möglich. Die Canon lässt sich
manuell von ISO 100 bis ISO 12.800 einstellen und automatisch ist
eine Einstellung des Maxmalwertes ab ISO 400 möglich. Einige
Messwerte der Canon EOS 550D liegen beim Testen sogar über den Ergebnissen
der Canon EOS7D, welches für die gute Qualität der EOS 550D spricht.
Belichtungskorrekturen lassen sich über 10 Stufen regeln (plus 5
Stufen und minus 5 Stufen). Die Bildverarbeitung übernimmt, der aus
der EOS 500D bewährte DIGIC 4 Prozessor.
Weitere Details und
vor allem über 170 Bewertungen und Praxiserfahrungen
zahlreicher Profi- und Hobbyfotografen gibt es bei Amazon. Wer also
nicht nur hören will, was ich zu sagen hab, der sollte da mal
vorbeischauen.
Zum Vergrößern auf das jeweilige Bild clicken.
Benjamin Janecke |
Larry D. Moore |
PierreSelim |
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PierreSelim |
Benjamin Janecke |
Benjamin Janecke |
Alle Bilder wurden mit der EOS 550D gemacht, sind aus der Wikimedia Bibliothek und stehen unter der Creative Commons Lizenz.
Die Möglichkeit mit dieser Canon, im Gegensatz zur kleinen Schwester der 500D, nun auch Filme aufzeichnen zu können, verdient einen eigen Abschnitt im Canon 550D Test. Warum? Das werden Sie sich sicher fragen. Die Antwort ist einfach. Mit dieser Canon sind Videoaufzeichnungen, in einer Qualität möglich, die sonst nur Modellen über der 1000 Euro Grenze vorenthalten sind. Die 550D kann mit 1080p im Full-HD-Modus mit 24, 25 und 30 Bildern pro Sekunde arbeiten. Im 720p Modus mit sogar bis zu sechzig Bildern/Sek., welches eine gute bis sehr gute Bewegungsdarstellung entspricht. Sämtliche Einstellungen für das Aufnehmen Ihrer privaten Videos lassen sich manuell oder automatisch regeln. Durch den fehlenden Auto-Fokus bei der Bildverfolgung reicht die 550D nicht an einem guten Camcorder heran, brauch aber auch den Vergleich mit weit aus teureren Kameramodellen zu scheuen.
Zeitautomatik, Programmautomatik zur Steuerung der Blende, Blitzlicht und Weiß Ausgleiches, Blendenautomatik, in der die Canon die Blendensteuerung übernimmt. Automatik für die Schärfentiefe und verschieden einstellbare vollautomatische Programme, wenn Sie sich lieber ganz auf das zu fotografierende oder zu filmende Motiv konzentrieren möchten. Außerdem haben mich im Test der Canon 550D überzeugt, Aufnahmen im RAW-Format erstellen zu können, die Unterstützung der modernsten Speichermedien wie EYE-FI und SDXC und die im Lieferumfang enthaltene Bildbearbeitungssoftware "Digital Photo Professional".
Christian
Fischer
Nachdem ich nun tagelang meine Familie, Freunde und
Arbeitskollegen (mitunter sogar wildfremde Menschen auf der Straße),
mit "Warte mal kurz, ich will ein Foto machen" genervt habe, bin ich
von den Vorzügen der EOS 550D vollkommen überzeugt. Die
Verbesserungen zur "kleinen Schwester" Canon 500D und die vielen
parallelen, und zum größten Teil gleiche oder bessere Ergebnisse zur
Canon EOS7D im Test der Canon 550D , machen diese Kamera zu einer
lohnenswerten Anschaffung. Eine weitere große Schwester der 550D ist
übrigens die Canon EOS 60D, die ich ebenso getestet habe. Bei
gleicher Auflösung (18 Megapixel) bietet sie ein schwenkbares Display
und ISO-Boost bis 12.800.
Die Handhabung der 550D ist einfach, sie liegt gut
in der Hand, sie sieht gut aus, hat eine gute Verarbeitung und das
Fotografieren und Filmen, wird durch die vielseitigen Möglichkeiten
zur Einstellung nicht nur zum Kinderspiel, sondern bereitet
zusätzlich viel Vergnügen. Ehrlicherweise muss man gestehen, dass
eine Kamera für unter 1000 Euro für einen Profifotografen
normalerweise nicht die erste Wahl ist, trotz der enorm guten
Ausstattung der Canon. Aber der Canon 550D Test hat bewiesen,
dass diese Kamera weit mehr ist, als ein einfaches Einsteigermodell.
Durch die sehr gute Ausstattung und den vielen Möglichkeiten der
Kamera wird ein jeder, der sich für eine Canon als erste digitale
Spiegelreflex-Kamera entscheidet, tatsächlich ein Einsteigermodell
mit Profiqualitäten bekommen. Die 550D gibt es in vielen
Ausstattungen. Für Einsteiger empfiehlt sich ein Kit, also
Kombination aus Kameragehäuse und Objektiv. Die kombinierten
Objektive gibt es dabei in mehreren Ausführungen, je nach benötigtem
Zoombereich.
Weitere Details und viele Kundenrezensionen zu den Canon Kits gibt es
bei Amazon.
Christian Fischer
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